Ansprüche Raumhall und passende Tutorials

Marco

Administrator
Teammitglied
Sprechprobe
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Das Problem, das ich sehe, ist, dass das alte Szenario, das hier ’rumging – häng’ ein paar Decken auf oder sprich’ in den Schrank hinein – bei den heutigen Ansprüchen nicht mehr wirklich funktionieren würde, da sich in den Proben immer noch Raumhall manifestiert. Da ist es zum Teil auch nicht hilfreich, dass viele aus ökonomischen Gründen die Zooms verwenden, die zum Fieldrecording benutzt werden und somit den gesamten Raum sehr gut auffangen, was nun nicht gerade die Aufnahme des bestehenden Raumhalls reduziert.
Ich möchte nur erst einmal hier darauf eingehen:

Das stimmt so nicht! Viele neue Mitglieder sprechen in den alten Szenarien und es funktioniert einwandfrei. Ani spricht in den Schrank, hat ein Intern bekommen. Ellerbrok spricht in einen Schrank, hat ein Intern bekommen.
Das nächste ist das ZOOM. Das Zoom kann man so einstellen, dass es die Umgebung unterdrückt aufnimmt. MS-Einstellung auf Mono, dann hat es seine maximale Nierencharakteristik und damit kann man sehr gut in einem Schrank oder Wäscheständer ohne Raumhall aufnehmen. Die anderen können es ja auch, warum dann Du nicht?
Es muss nicht immer die tolle Sprecherkabine sein. Werner hat jede Menge Moltontücher in seinem Zimmer zu hängen und da funktioniert es auch.
Ich würde sagen, dass man so nach 10 Jahren langsam weg kommen sollte von den Headsets und dem Raumhall.
Schaue einfach mal in meine Sprechprobe, da kannst Du sehen, mit welch einfachen Mitteln sich der Raumhall eliminieren lässt, da braucht es kein teurer Noppenschaum oder Sprecherkabine.

Und, hier spreche ich als Cutter, würde ich niemanden mehr mit einer Rolle besetzen, bei dem man in seiner Sprechprobe noch Raumhall hört. Es macht auch keinen Sinn jemanden mit Raumhall doch das Upgrade zu geben.

Und noch etwas. Wir sind zurzeit drei Leute, die sich schwierige Sprechproben zusammen anhören und darüber sprechen. Die Beurteilung einer Sprechprobe kommt nicht aus einer Laune heraus oder auf Grund der Tagesform die Jam, Marcel oder ich gerade haben.
 

Noir

Well-known member
Wäre es vielleicht hilfreich Beispiele einzustellen?

Das fände ich tatsächlich gar keine schlechte Idee. Ich weiß noch sehr gut, als ich damals anfing, hatte ich keine Ahnung davon, was "Raumhall" überhaupt ist und GEHÖRT hab ich den schon gar nicht. Meine ersten Aufnahmen für Death & Salvation hab ich einfach so in meinen Raum mit hohen Decken und Laminat hinein eingesprochen und den Kram musste ich dann natürlich komplett neu aufnehmen. Verstanden - warum - hab ichs nicht. Heute weiß ich natürlich, was da das Problem war. Es wäre also tatsächlich ganz cool, wenn es Beispieltakes mit "viel Raumhall", "wenig Raumhall" und "kein Raumhall" oder so gäbe, damit man direkt hört: "Ach ... DAS meinen die!"
Ich glaube, das "Raumhall" für viele Neulinge eher sowas wie ein Gespenst ist.
 

Dennis Künstner

Administrator
Teammitglied
Findet sich jemand, der Zeit für ein Tutorial hat und das mit Beispiel-Aufnahmen erklären kann? Vielleicht lässt sich das ja einfach umsetzen, wenn jemand Zeit und Lust hat. Das wird die Sache für Neulinge bestimmt gut erklären.
 

Ellerbrok

Hoer-Stalker
Teammitglied
Sprechprobe
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Das Toturial gibts doch schon längst
Hi Klaus,
der Artikel ist sehr detailiert und unfasst viele Faccetten des Hörspiels / der Akkustik, aber ich fürchte ein Neuling könnte davon im ersten Moment etwas erschlagen / abgeschreckt werden. Ich glaube, was wir brauchen ist eine kleine, schlanke akkustische Gegenüberstellung der typischen Aufnahmeprobleme und wie es besser klingen könnte. Möglicherweise sollte man die Probleme zusätzlich sogar überzeichnen, damit diese auch bei Mitgliedern mit schlechteren Kopfhörern hörbar werden.

Gruß,
Marcel
 

Corlanus

Cutter - zur Zeit in Auszeit
@Lupin Wolf : Ein guter Ausgangspunkt!
Aukustische Beispiele sind allerdings ein absolutes Muss! Das haben die Kommentare hier klar gezeigt.

Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Die Tutorials sollten federführend die Sprechproben-Freigeber übernehmen. Sie definieren schliesslich die Freigabe-Bedingungen, wenden sie an und müssen sich im Zweifelsfalle auch dafür rechtfertigen. @Ellerbrok @Marco @jam : Da ich Spass am Tutorial-schreiben und nebenbei ein Audiobearbeitungs-Helfer-Syndrom habe, würde ich mich zur Mitarbeit anbieten. Mangels guter Aufnahmebedingungen kann ich die Audio-Beispiele aber nur teilweise beisteuern.
 

jam

Absolut
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Ich halte es generell für eine gute Idee, den Bewertungsprozeß für die Sprechproben auf diese Weise transparenter zu gestalten, besonders durch Anreicherung mit Hörbeispielen. Was man dadurch erreichen können sollte, wäre eine Sensibilisierung für die Sicht, die ein Cutter auf angefertigte Aufnahmen haben muß. Also, wenn Corlanus die Negativbeispiele beisteuern kann, kann ja jemand mit Intern-Ugrade die entsprechenden positiv bewerteten Aufnahmen beisteuern.:)
 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
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Ich hatte damals nicht die Zeit, für alles akkustische Beispiele zu erstellen und irgendwann später nicht mehr auf dem Schirm. Aber in dem Text ist auch beschrieben, wie bestimmte Sachen selbst zu erfahren sind (mit einfachsten Mitteln übrigens).

Die Tutorials sollten federführend die Sprechproben-Freigeber übernehmen. Sie definieren schliesslich die Freigabe-Bedingungen, wenden sie an und müssen sich im Zweifelsfalle auch dafür rechtfertigen.

Dem stimme ich absolut zu.

Ich werd mich ebenfalls unbeliebt machen. Ich glaube mitlerweile, das selbst rein akkustische Beispiele zu geschriebenen Text oft nicht mehr ausreichen. Viele möchten nichts mehr lesen. Wir sollten besser gleich Nägel mit Köpfen machen: HowTo Videos produzieren, die via YT abrufbar sind und weg vom geschriebenem Text. :)
 

Swetty8

Foren-seelen
Das H2 und der Nachfolger H2n sind super ausreichend. Hätte z.B. Marianne nicht angefangen mit einem neuen Mikrofon zu hantieren wäre das Upgrade schon lange durch.

Mh da muss ich aber wider sprechen,bei H2 hatte ich auch Raumhall,
und unter den Wäscheständer gehe ich definitiv nicht mehr,ich glaub ich mach es so wie der @ Pebu34 und bleibe beim schreiben. Früher hatte ich genau den selben Raum,und ich bekam die freigab.;)
 

Swetty8

Foren-seelen
Hast du mal versucht damit neue Aufnahmen zu machen für eine interne Freischaltung? So als Test?

@Tom
Mh wie meist du dass jetzt? Die ersten sind doch mit dem H2 aufgenommen,für die Freischaltung da hatte ich auch Raumhall,aber wen es geht werd ich die Woche noch mal mit dem H2 aufnehmen,am besten unter Bettdecke,;)
 

Ani

Die Frau im Schrank :D
Teammitglied
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Hello zusammen,
ich weiß, ich bin neu und kann gar nicht beurteilen, wie es früher und heute war - aber ich habe gerade den ganzen Thread gelesen und da eine Idee (nur auf das liebe Zoom bezogen).

Vielleicht ist das Hauptproblem, dass es nur generelle (sehr detaillierte) Tutorials gibt? Gibt es denn einen eigenen 'Aufnehmen mit dem Zoom Thread', wo genau auf diese Recording-Möglichkeit eingegangen wird? Wo steht, welche Bedingungen ich dazu in meinem Raum brauche und welche Einstellungen ich vornehmen muss?
Denn, da bin ich ehrlich, ohne die Hilfe von Marcel in diesem Thread wären meine Aufnahmen sicherlich auch nicht direkt so fein geworden. Ich verstehe das Problem so, dass das Zoom überall präsent ist und genannt wird, aber die dazu passende Anleitung nicht, vielleicht kann man in Bezug auf dieses Thema da mit einem eigenen Zoom-Tutorial schon einiges verbessern.
 

Corlanus

Cutter - zur Zeit in Auszeit
Hallo Ani,
es stimmt schon, dass das Zoom ein beliebtes Einsteiger-Mikro ist (ich hab' auch eins). Aber es ist nicht das einzige, auch andere Marken z.B. Rode werden gern genommen. Die richtigen Einstellungen am Mikro sind aber nur ein kleiner, schnell erklärter Teil des Problems. Das weitaus grössere Problem sind die vielfältigen Aufnahmebedingungen (die werden bei keinen zwei Forenmitgliedern gleich sein). Genauso vielfältig sind auch die möglichen, in den individuellen Wohn-/Aufnahme-Räumen vorhandenen Störfaktoren. Aber (Nr.1) - es gibt Vorgehensweisen, sich da systematisch durchzuhangeln. Seine akustischen Probleme zu identifizieren und zu beseitigen. In vielen Fällen geht das sogar mit kostengünstigen oder im Haushalt vorhandenen Mitteln. Aber (Nr.2) - um das zu tun, braucht es ein gewisses Maß an Fachwissen. Was ist Raumhall, was sind Resonanzen, welche Oberflächen reflektieren oder dämmen den Schall. Welche kostengünstigen/kommerziellen Möglichkeiten gibt es, Schall zu dämmen? Das Wissen um diese Dinge ist da. Nur leider auf zahlreiche Foren-Threads verteilt. Nun ja, es gibt die Such-Funktion. Aber dazu muss man auch wissen, wonach man suchen muss.

Was es braucht ist ein roter "Sprechproben-Faden", an dem sich jeder Einsteiger entlang hangeln kann. Mit Vorher/Nachher-Audio-Beispielen. Das jeder selber hören kann, "was Raumhall ist", "wie sich Resonanzen anhören", usw. Mit Bildern von verschiedensten, selbst gemachten Aufnahme-Umgebungen (siehe "Hier spreche ich ein"). Damit man eine Vorstellung davon bekommt, was mit welchen Mitteln machbar ist. Die Idee mit einen Erfahrungs-Thread über verschiedene Mikrofon-Typen ist auch nicht schlecht.

Das alles umzusetzen ist auch eigentlich garnicht nicht so schwer. Wie gesagt, das Wissen dazu ist ja schon da - im Forum. Wir müssen es nur noch in eine brauchbare Form bringen.
 

Synchron

Well-known member
Sprechprobe
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Ich hab grad mal was aufgenommen, keine Ahnung ob das schon aussagekräftig genug ist, oder ob man da noch was "plakativeres" braucht, aber so in der Art hab ich es mit vorgestellt.

tbone ohne Dämmung
 

rode nt1a mit Dämmung
 
 

Jeln Pueskas

Michael Gerdes
Teammitglied
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Hallo miteinander,

ich habe jetzt nicht alle Kommentare zu diesem Thread verfolgt. Daher auch nur meine Anmerkung, wie ich als Cutter mit den Aufnahmen umgehen muss. Wenn eine Sprechprobe einen deutlichen Raumhall aufweist, lässt sie sich nicht verarbeiten. Was ein deutlicher Raumhall ist, bleibt im Ohr des Hörers. Spätestens dann, wenn zusätzliche Hallgeber eingesetzt werden, die mit dem natürlich aufgenommenen Hall zusammenkommen, wird deutlich warum man die Aufnahmen nur schwer verwenden kann. Die Rollen lassen sich nicht miteinander harmonisieren. Jeder steht scheinbar an einer anderen Ecke des Raumes oder komplett woanders.Man kann den Raumhall nicht eliminieren, so wie bei Popps oder Pustern. Denn hier überlagern sich diffuse Fragmente der Stimme, die je nach Aufnahmeort vollkommen unterschiedlich klingen können.

Daher ist es wichtig, dass der Raumhall so gut wie eleminiert wird. Wie man das hinbekommt, hängt von einigen Faktoren ab, wie das Mikro, der Raum, dem Mobiliar usw. Die Tipps die teilweise in den alten Foren gegeben werden, sind Beispiele dafür, wie man den Hall minimieren kann, so dass er auch nicht mehr stört. Das hindert aber nicht daran eine neue Herangehensweise auszuprobieren und zu dokumentieren. In der Sammlung unterstützt es vielleicht immer mehr Mitgliedern mit ganz ähnlichen Problemen. Was vielleicht auch hilft ist mal ein Bild des eigenen Aufnahmestudios, so wie es in "Mein Studio oder hier spreche ich ein" schon gemacht wurde. Da hilft einem in der Regel eigentlich immer jemand weiter.

Viele Grüße.
 

Pinnie

Der Schnitter
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@Ani Ich glaube, der @Ellerbrok hatte da vor ein paar Tagen sehr kurz, knackig und simpel seine Einstellungen niedergeschrieben. Möglicherweise könnte man das als Basis anpinnen, oder so?
 

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