Umstieg auf Lossless

Dieses Thema im Forum "Offtopic" wurde erstellt von Sascha Kiss, 7. Januar 2017.

  1. Sascha Kiss

    Sascha Kiss ehemals aarom

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    Ich bin ja immer Fan von CD's gewesen und kann mich davon irgendwie nicht richtig lossagen. Wenn ich mir neue Hörspiele kaufe, dann selten als MP3 Download. Und was habe ich dann bis letztes Jahr mit den CD's gemacht? Gerippt und als hochwertige MP3 auf meinem MP3 Player abspielen lassen. Irgendwie absurd. Das aber nur weil ich nicht so richtig mitbekommen habe, dass mein iPhone auch Lossless Dateiformate abspielen kann.

    Jetzt habe ich alle meine CD Hörspiele noch einmal gerippt als FLAC und mit einem Konverter kann ich daraus zügig ALAC Dateien erstellen, also Apple Lossless Audio Dateien, die dann wiederum mein iPhone wiedergeben kann. Damit bin ich nun vollends zufrieden, denn jetzt kann ich auch in CD Qualität Hörspiele auf meinem iPhone hören und kann Tagging verwenden.

    Wenn ich jetzt noch neue Hörspiele im Lossless Format kaufen kann, dann würde ich künftig keine CD's mehr anschaffen.
     
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  2. petermax1

    petermax1 Elefant

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    Das würde ich genau so machen, bei mir ist leider fast alles MP3, und das ist Qualitativ doch recht fragwürdig, klar kann man MP3s auch mit mehr als 320Kb/s speichern jedoch kann nicht jede Software die Daten lesen, und bei 99,99% aller Smatphones ist ja bei 320Kb/s Schluss, ein guter Kopfhörer macht aber auch eine ganze menge aus, zudem Sollte ,man schauen welche Abspielsoftware man verwendet unter Android sind besonders AIMP und Foobar 2000 sehr gut.
    darüber hinaus würde ich es begrüßen wenn die Hörspielprojekt Hörspiele als Lossless vorliegen würden, denn so kann man noch mehr in die Hörspiele eintauchen da man noch mehr Details wahrnehmen kann.
     
  3. Lupin Wolf

    Lupin Wolf Klaus Schankin

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    Ähm - *hust* - das dürfte daran liegen das lange Zeit 320 kbps auf ALLEN Geräten und JEDEM Codec das höchst mögliche war (seit Anfang an des MP3 Formats, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe), mittlerweile geht es zwar auch bis 420 kbps (zumindest der gebräuchlichste überwert) - aber wie gesagt, das ist (noch) eher unüblich - ebenfalls auf ALLEN Geräten, aber durch tausch der Codecs gerade auf Computern leichter zu handhaben (noch). Das hat also nichts mit Smartphones zu tun, sondern mit bestmöglicher gebräuchlichster Kompatibilität des MP3 Formats. (Klugscheiß Modus = OFF)

    m4a (also ALAC) ist auch auf Android möglich. Googles eigener Music Player kann das mitlerweile auch wiedergeben. Und viele alternative Apps sind dazu auch in der Lage (VLC, Mort Player, Folder Player etc. pp.)

    BTW: ein paar Produzenten im Hoertalk hatten bei ein paar ganz wenigen auch FLAC zusätzlich im Angebot oder könnten auf Anfrage evt. dazu umwandeln, sofern die alten DAW Projekte oder WAV Mixdowns noch vorhanden sind. Da könntest du die Schnitter und Autoren danach fragen.
     
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  4. petermax1

    petermax1 Elefant

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    @Lupin Wolf, Ich bin einfach von der Standardsituation ausgegangen das die meisten Leute ihr Smartphone als MP3 Player nutzen, mit den Codecs hast du schon recht, man kann sie austauschen, nur bei einem Nokia ist das etwas schwer, da man ja gewöhnlich keinen Zugriff auf die Firmware hat.
    Mit den Hörspielen dachte ich mehr daran Lossless als neuen Standart einzuführen, und gegebene Falls alles andere zu konvertieren. Oder eben noch einmal von dem Cutterlingen zu besorgen, je nach dem was besser ist, und dann noch einmal vielleicht als Zweit-Download als alternative zu MP3 zu verfügung zu stellen.

    @Dennis Künstner, was meinst du dazu ist so etwas realistisch oder würde das den Rahmen des Projektes sprengen?
    Und sicher ist das mit etwas Arbeit und vielleicht auch Kosten (Server und Bandbreite) verbunden.

    (@Lupin Wolf Klugscheiß Modus = ON AND FIXED) wegen sehr informativ):)
     
  5. pio

    pio Audio Engineer (BA)

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    Also, eine sauber codierte 320 kb/s mp3 Datei sollte aber für ein Hörspiel mehr als ausrechend sein. Meist liegt ein schlechtes Ergebnis an den verwendeten (minderwertigen) Encodern .XLD ist einer der besten (kostenlosen) Encoder die es gibt. Sämtliches Material wird mittlerweile von mir damit Codiert.

    http://tmkk.undo.jp/xld/index_e.html
     
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  6. Yüksel

    Yüksel Jan J. Münter

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    Ich muß gestehen, daß ich den bis eben noch nicht kannte. Danke für den Hinweis.
     
  7. petermax1

    petermax1 Elefant

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  8. Lupin Wolf

    Lupin Wolf Klaus Schankin

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    Glaub man, @petermax1 - Soundconverter (GNome), bzw der SoundKonverter (KDE) gehört bei vielen Distros schon mit dazu. - Ich verlink besser mal weg von den speziellen Arch Seiten zu den Projektseiten. (Heißt nicht das es ein schlechter Tip ist - ich verwende die unter Linux selber ;) )
    Die Grundlage zum konvertieren holen sich die beiden Frontends von GStreamer, ffmpeg, sox, mplayer, flac, lame, libav, neroaac und zig andere Codec Packs. Ist ein bisschen wie der VLC, was die nicht konvertieren können ist entweder als Codec nicht installiert oder noch nicht erfunden :D

    @pio
    Danke, den XLD kannte ich bisher auch nicht. Für den Mac hab ich sonst zwei Converter von Shedworx im Einsatz: Smart Converter (neben Audio mag er mehr Videoformate, von dem gibts auch eine Windows Version) und Music Converter (nur Mac - ist nur auf reine Audio Formate fixiert) - beides als Free, nicht als Pro.
     
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  9. nefliete

    nefliete Hörer & Macher

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    Bitte hier nicht mit dem Lossless-Blösdinn anfangen und das MP3 verteufeln... Das hier ist eine Hobby-Plattform (wenn auch mit recht professionellen Usern) und soll es, denke ich, auch bleiben. Lossless als Standard halte ich auch deswegen für übertrieben, da viele User hier mit USB-Mikros, Podcast-Lösungen, selbstgezimmerten Sprecherkabinen und günstigen Audio-Interfaces unterwegs sind. "Lossless" ist kein Qualtiätsstandard, sondern eine technische Anforderung und ersetzt keine hobbyistische Passion! Und für mich, ist das die Seele eines jeden Hörspiels.

    Hochwertige MP3s mit 320Kbit/s (128 Kbits/s dagegen schon) machen den Hörgenuß NICHT kaputt und können von vielen (der gemeine Hörer) nicht von Lossless unterschieden werden. Das ist natürlich eine Behauptung von mir - basierend auf meinen Erfahrungen im Freundeskreis. Hinzu kommt der Einfluss von Endgeräten dieauch den Klang von MP3 deutlich verbessern können. Alles hat selbstredend eine Grenze.

    Ich bin keine Feind von Lossless und halte es auch nicht für einen Hipster-Trend. Aber man sollte die Kirche (hier) vlt im Dorf lassen. Daher plediere ich für keine Änderungen der Standards. ;)
     
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  10. Ellerbrok

    Ellerbrok Hoer-Stalker

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    Nein, den Standard für die fertigen Hörspiele sollte man nicht ändern, aber es ist (bei der Produktion) schon ein gewaltiger Unterschied ob mir alle Sprecher ihre Takes als WAV (= Standard) oder als qualitativ gleichwertige FLAC schicken die nur knapp 50% der WAV-Dateigröße haben. Datentransfer und Aufbewahrung während und nach der Produktion sind um Welten einfacher. :)
     
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  11. benkuly

    benkuly <nobody></nobody>

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    Leider gibt es hier nur eine Menge Hörspiele, die nicht mal 320kbit/s haben und das ist das schon ein bisschen ärgerlich...
     
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  12. Lupin Wolf

    Lupin Wolf Klaus Schankin

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    Aber das tut doch gerade keiner - zumindest nicht in der Form das der Hoertalk umstellen muss. Ich glaube auch nicht, das hier von MP3 als Hauptstandard abgewichen werden soll (und bei den Streams machen die meisten Browser auch am ehesten MP3 mit). Und dem TE ging es erstmal um kommerzielle Hörspiele. Was dann zusätzlich als Download angeboten wird, bleibt doch jedem selbst überlassen.
     
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  13. nefliete

    nefliete Hörer & Macher

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    Auch im kommerziellem Bereich wäre es nur eine Option. Es sind immer noch zahlreiche Geräte im Einsatz (Car-Hifi, Portis usw.) die leider nicht problemlos mit den neuen Formaten etwas anfangen können, daher sollte es auch bei den großen Verlagen (noch) kein Standard sein, natürlich aber als Alternative.
    Ich bekomme diese Diskussion leider häufig mit, da ich auch im Arbeitsumfeld am Rande damit zu tun habe. Das Ergebnis ist leider oft Nicht-FLAC = schlecht. Von denen die Ihre MP3s in FLAC umwandeln, will ich mal nichts erzählen. *g*
     
  14. Codedoc

    Codedoc Sebastian

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    Von meinem Verständis heraus macht es keinen Unterschied, ob das Endergebnis Lossless oder MP3 Konvertiert ist. Denn bei einem hochwertigen Abspielgerät sollte es aufgrund der technischen und hörpsychologischen Umsetzung, die in MP3 implementiert ist, keinen hörbaren unterschied machen. Denn MP3 kürzt nur das, was man nicht hört.

    Problematisch wird das auf schlechten Wiedergabequellen, da die eventuell einen Maskierungston nicht richtig wiedergeben und somit das Fehlen der maskierten Frequenzen bemerkt werden kann.

    Das ist dann aber ein ganz anderes Zielpublikum, wer auf solchen Geräten hört, lebt sowiso mit schlechter Qualität, und dort macht dieser Unterschied auch nicht mehr viel.

    Für uns audiophile ist es daher eher psychologisch, denn obwohl wir nichts hören, meinen wir, dass MP3 abgespeckt ist und qualitativ schlechter ist, und gegen diesen Psychoeffekt und für unsere tierischen Mithörer (Katzen und Hunde haben eine andere Psychoakkustik) hilft lossless.
     
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  15. benkuly

    benkuly <nobody></nobody>

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    Das stimmt, aber jeder Mensch hört unterschiedlich gut und es gibt genug audiophile, die den Unterschied hören können, das hat nichts mit Psychologie zu tun. Warum gibt es denn Formate wie DTS-HD Master etc. mit höheren Datenraten als mp3. Da ist ne Menge Luft nach oben.
    Ich denke aber trotzdem, dass mp3 für die Meisten ausreicht. Aber dann doch bitte 320kbit/s und nicht weniger.
     

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