Beruf aus Leidenschaft

Dieses Thema im Forum "Vorstellungen" wurde erstellt von Mantroba, 8. Mai 2017.

  1. Mantroba

    Mantroba Hoertalker

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    Guten Tag Leute!
    Ich würde mich gern als neues Mitglied vorstellen und euch etwas von mir erzählen.

    Ich fange mal mit den allgemeinen Daten an: Ich bin aktuell noch 20 Jahre alt, wohne derzeit nähe Berlin und ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung als Bäcker. (Wenn jemand also mal hilfe bei Kuchen, Brot, Brötchen , etc. braucht, einfach melden :D )

    Ebenfalls habe ich eine abgeschlossene Ausbildung als Sprecher, bin damit also Qualifizierter Professioneller Sprecher, habe aber immernoch meine kleinen Baustellen. Ich mach momentan auch noch weiterere Ausbildungen in der Richtung, sprich Studiosprecher (wo nochmal das ganze Schauspielerische entsteht) und Synchronsprechen.

    Der Beruf als Synchronsprecher hat mich interessiert, da war ich ca. 17 Jahre alt. Ich war mitten in meiner Bäckerlehre, habe aber relatiev schnell festgestellt, das der Beruf an sich mir zwar Spaß macht, aber ich ich konnte mir nicht Vorstellen, ihn bis zur Rente auszuführen. Ich hatte bereits mit 14 angefangen im Städtischen Thater in einem Jugendclub zu Schauspielern, und habe dort festgestellt dann mit 17, das ich meine Leidenschaft gefunden hatte. Ich mochte es einfach auf der Bühne zu stehen und in fremde Personen zu schlüpfen.

    Eine Schauspielausbildung war für mich von anfang an keine Option. Ich hatte 1 : keine Lust nochmal 3 Jahre eine Ausbildung zu machen, 2: hatte ich für eine Private Schauspielschule kein Geld un 3: für eine Staatliche Schauspielschule hätte mein können niemals Ausgereicht. Auch jetzt bin ich mir sicher, das ich an einer solchen nicht angenommen werden würde, weil es einfach zu viele Bewerber sind.
    Deshalb hatte ich mich gleich entschlossen auf Synchronsprecher zu gehen, in der hoffnung, das ich 1: Geld sparen kann, auch wenn das auch kein Schnäpchen ist und 2: ich damit die Schauspielausbildung umgehen wollte, also Zeit Sparen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ich möchte mit meiner Sprecherausbildung Erfahrungen sammeln und dieses Forum ist, glaube ich, eine gute Lösung.

    Zu meiner Stimme kann ich schon einmal sagen, das ich ein Stimmalter von ca. 10- 20 Jahren habe und meine Stimme an sich Jugendlich, Markant, Dynamisch und Flexibel ist. Nur mal so am Rande, das werdet ihr ja dann hören können, wenn meine Sprechproben angenommen wurden.

    Ich freue mich, euch kennenzulernen. Auf gutes gelingen!
     
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  2. benkuly

    benkuly <nobody></nobody>

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    Willkommen und viel Erfolg :)
    Mein Traum war es auch Synchronsprecher zu werden, aber mir fehlte das Selbstvertrauen und Geld. Schön, dass du es durchziehst :)
     
  3. Frank Hammerschmidt

    Frank Hammerschmidt Chronist

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    Willkommen nochmal. Viel Spaß hier.
     
  4. petermax1

    petermax1 I don't know what I'm doing.

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    Moin @Mantroba,
    Herzlich Willkommen hier in der Hörtalk Community,
    Ich wünsche dir viel Spaß mit und in der Community, :) .
     
  5. Dagmar

    Dagmar I'm not weird, I'm gifted

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    Herzlich willkommen hier :) Viel Erfahrung wirst du hier sicher sammeln können, und ich finde es super gut, dass du das willst. Der Hörtalk ist und war für viele hier ein Sprungbrett, tolle Möglichkeit sich zu verbessern, zu üben, Kritik zu bekommen, Routine zu kriegen und schöne Demos zu erhalten :) Einige haben den Sprung zum Profi von hier aus geschafft :)

    Einen kleinen Tipp möcht ich dir gleich auf den Weg geben: Deine Beschreibung klingt ein wenig nach Dt. Pp Akad. - in Verbindung mit "wollte keine Schauspielausbildung machen weil Zeit und Geld sparen" kommt so was bei Bewerbungen nicht sehr gut ;) Da würde ich ein wenig vorsichtig mit sein. Sprecher ist keine geschützte Berufsbezeichnung, den Begriff "Qualifizierter Professioneller Sprecher" gibt es in der Berufswelt aber nicht - wenn du damit ankommst kegelst du dich eher raus als rein. Für mich klingt das nach "Modul 1: halbes Jahr Kurs an der Akad.", was für die Studios ein rotes Tuch ist.Nach einem halben Jahr Sprechertraining ist man einfach noch nicht wirklich Profisprecher, egal was auf irgend einem Zettel steht. Schön dass du von dir selbst sagst, dass du "Noch Baustellen" hast und da gern dran üben willst. Hier wirst du viel wertvolles Feedback erhalten :)

    Wenn du als Synchronsprecher Fuß fassen willst (du wohnst in Berlin, daher bestehen da Chancen) würde ich an deiner Stelle bei den Studios vorbeigehen, fragen ob du dich den Aufnahmeleitern vorstellen darfst, und dann Mengetermine annehmen um Praxiserfahrung zu sammeln. Auch in einem Kurs von Irina von Bentheim wirst du gut geschult, und sie hat Kontakte und bietet den Neulingen Einstiegsmöglichkeiten. Bevor du ggf. viel Geld rauswirfst für eine dubiose "Schule" würde ich lieber da ein Training machen. Die Praxisnähe und Kontakte sind in diesem Bereich wirklich das A und O! Irgendwelche Zeugnisse hingegen interessieren keine Sau. LEICHTER ist es mit einer abgeschlossenen Schauspielausbildung, aber in Berlin dürfte der Quereinstieg einfacher funktionieren als in München.

    Aber vielleicht täusch ich mich ja auch was deine Ausbildung angeht. Bin da nur vorbelastet, deine Wortwahl klang sehr nach Dt. P., da heißen die Kurse nämlich so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2017
  6. Mantroba

    Mantroba Hoertalker

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    @Dagmar
    Ja, ich wollte mit dem Professionellen Sprecher etwas angeben, muss ich zugeben, deine argumente sind mir alle bekannt.^^

    Tatsächlich habe ich mich bereits fleißig überall in Berlin Beworben wo ich kann, wurde auch schon bei 2 Studios angenommen bisher. Workshops an sich hab ich auch schon 2 hinter mir, und das mit den netzwerken, also den Kontakten haben, kenn ich bereits auch. Dies wird einem alles in meiner Schule beigebracht. Die arbeiten an einem echt gut rum, aber natürlich ist man immer selbst der Auslöser, ob es Früchte trägt oder nicht. Ich für meinen Teil möchte das einfach umbedingt machen, weil ich merke das das der Beruf ist, der mir am meisten Spaß macht und ich bereit bin etwas dafür zu opfern.
    Klar, mit der Schauspielausbildung hätte ich durchaus viel mehr chancen, das habe ich bereits mitbekommen, nichts desto trotz habe ich mir für meine Synchronsprecherausbildung schon viel auf mich genommen. Meine Bäckerausbildung z.B. ist auch für mich nur ein mittel zum Zweck. Damit ich ich ein standbein habe das mir gefällt, und anderer Seits eine Geldquelle. Du musst wissen, das ich bereits seit 3 Jahren bis zu diesem Punkt hingearbeitet habe, und bisher bin ich noch am anfang. Jetzt geht erst alles richtig los.

    Wieder lange Rede kurzer Sinn: Danke für deine Tipps, tatsächlich aber sind sie mir alle schon bekannt. Ich erhoffe aber trotzdem, das wir weiterhin so gut in Verbindung stehen, das wir uns gegenseitig helfen können wenn es einmal notwendig sein sollte. Danke
     
  7. Dagmar

    Dagmar I'm not weird, I'm gifted

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    Rechne aber damit, dass du auch wenn du gut bist locker 3 Jahre Akquise wie doof betreiben musst, bis du von leben kannst. Dann aber ist es der schönste Beruf der Welt :) Vom Synchronsprechen alleine leben aber die wenigsten - stell dich drauf ein dass du auch andere Sachen sprechen "musst" um genug Jobs zu kriegen - oder weiter Brötchen parallel backst :D Und Nusschnecken *schleck*
     
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  8. frog25

    frog25 Super-Hoertalker

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    Dagmar, ich würde die Dt. P. nicht allgemein schlecht machen. Es kommt wirklich darauf an, an welchen Dozenten du kommst. Ich hatte z. B. Mike, selbst Moderator, heizt bei sämtlichen Großveranstaltungen in Deutschland die Leute an, war lange im Radio tätig, hat darauf bestanden, dass in seine Gruppe nicht mehr als sechs Leute kommen, und die hat er sich noch immer einzeln rausgepickt und mit ihnen gezielt geübt. Auch hat er ausdrücklich gesagt, dass dieses Diplom nicht bedeutet, jetzt Sprecher zu sein, sondern dass es als Grundlage zu sehen ist. Und da hat er uns wirklich viel beigebracht. Von Atemübungen, über Aussprache, sämtliche Genre durch - von der Wetteransage bis zur Werbung. Dann liegt es natürlich an jedem selbst, was er daraus macht. Und leider denken zu viele, dass sie mit ihren Probetakes losmarschieren können und was tolles darstellen. Damit verderben sie den Ruf der Schule. Meines Erachtens zu Unrecht. Ich war sehr dankbar für die Zeit dort, habe tolle Leute kennengelernt, wurde ermuntert, danach ein Schauspielstudium zu absolvieren (an einer richtigen Schauspielschule ;-) ) und habe einfach Handwerkszeug mitbekommen, auf das man aufbauen konnte. Natürlich - dann folgte viel Privatunterricht und Kurse, aber in der Zwischenzeit ist es, wie du sagst: Nach gut zwei Jahren kann ich davon leben, und es ist der wunderbarste Beruf für mich. Auch wenn es bei mir meist irgendwelche Imagefilmchen, Telefonansagen und jetzt Gott sei Dank auch immer mehr Hörbücher sind - und kein Synchron. Jeder Auftrag lehrt mich so vieles und heute würde ich die Aufnahmen, die ich vor einem Jahr abgeliefert habe, am liebsten vernichten. Eine ständige Entwicklung - und das ist gut so. Und ohne die Dt. P. hätte ich nie damit angefangen.

    Ich freue mich jedesmal, wenn ich wieder ein neues Hörbuch sehe, auf dem "Sprecherin: Dagmar Bittner" steht. Dann denke ich an den Kurs beim Steck, als du noch sein Regal im Gang angeschaut hast und gesagt hast: sowas will ich auch mal. - In der Zwischenzeit wirst du es auch haben. Und vor allem auch mit tollen Büchern dabei. Eigentlich ein wunderbarer Werdegang!!!
    Hach ja. Eigentlich geht es uns schon gut. Grins.
     
  9. Dagmar

    Dagmar I'm not weird, I'm gifted

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    2.709
    @frog25 Natürlich hängt das sehr stark vom Dozenten ab, aber das find ich eben grad so traurig: dass es der Dozent ist, und nicht das Konzept der Schule. Dass Hop oder Flop so nah beieinander liegen. Und ich hab leider zu viele Studios kennengelernt die bei Dt. P. die Krallen ausfahren, was mir leid für alle talentierten Absolventen dort tut. Ich hab aber auch zu viele Absolventen kennen gelernt, die sich eben nach 6 Monaten Kurs hinstellen und sagen: "ich bin diplomierter Sprecher, ich bin fertig ausgebildet, bitte alle Jobs zu mir, ich sprech euch alles für nen Fuffi" und dann aber genauso enttäuscht sind wenn sie nach einem halben Jahr kaum Jobs haben, viele z.T. fiese Absagen bekommen oder aber gar keine Resonanz kriegen, und nicht verstehen woran das jetzt liegt. Auch das tut weh, denn sie haben einen Haufen Geld gezahlt, in dem naiven Glauben damit einen Beruf erlernt zu haben.
    Beides liegt m.E. einfach daran, dass nicht mit offenen Karten gespielt wird. Dass die Schule eben nicht sagt: Leute, wir bieten euch eine Grundausbildung auf der ihr aufbauen könnt, weil ihr dann bei anderen Weiterbildungs-Kursen von renommierten Leuten sicher mitmachen dürft, wo es sonst oft heißt "nur Schauspieler", weil ihr die Grundvoraussetzungen erfüllt. Aber ihr seid noch keine fertigen Sprecher. Du, du und du, ihr habt ne 1 von uns bekommen, hier habt ihr nochmal ne Stunde Einzelgespräch in dem wir euch sagen wie und wo ihr euch jetzt bewerben könnt ohne euch zu blamieren. Und du du und du, mit dem S-Fehler und dem Dialekt bitte bewirb dich noch nicht, du brauchst noch training hier und da und dort.
    Mir fehlt da die Verantwortung der Schule. Aber egal, ist ja kein DP-Thread sondern Mantrobas Hallo-Thread, und dass er mit "ich bin qualifizierter Profisprecher" nicht weit kommt hat er ja schon schmunzelnd bemerkt und arbeitet fleißig, was prima ist :)
     
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