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Thema: Namensrecht

  1. #1

    Standard Namensrecht

    Aus gegebenen Anlass, nämlich die Autorensuche Murder Documents. Möchte ich gern folgenden Artikel posten.
    Da es sich bei Murder Documents ja um möglichst Geschichtsnahe Storrys handelt oder handeln soll, kamen immerwieder die Fragen auf ob das Rechtlich denn alles so machbar ist und ob man die Realen Namen nutzen darf zb.
    Im lezten Abschnitt des Berichtes steht glaube ich einiges was zur klärung dieses Falles führen köbnnte.
    Aber vielleicht ist ja hier auch der ein oder andere Jurist der sagt das ist ganz anders?

    http://www.onlinerecht-ratgeber.de/o.../index_04.html




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  2. #2

    Standard AW: Namensrecht

    Geändert von Karpatenhund (07.03.2012 um 09:50 Uhr)
    Ich bin durchaus kein Jurist, aber Fragestellungen, die hier hineinspielen, sind, ob es sich bei den portraitierten Personen um "Personen der Zeitgeschichte" (juristischer Begriff) oder "Personen des öffentlichen Interesses" (juristischer Begriff) handelt. Denn de facto geht es ja hier nicht nur um das Namensrecht, sondern um Persönlichkeitsrechte im allgemeinen. Ist es erlaubt, eine Geschichte über reale lebende oder verstorbene Personen zu erzählen bzw. Informationen über diese an die Öffentlichkeit zu geben?

    Rund um die Verfilmung des "Kannibale von Rotenburg"-Falls gab es eine langjährige juristische Auseinandersetzung. Hier ein Artikel zum endgültigen Urteil:
    http://www.rp-online.de/kultur/film/...ufen-1.2016864
    Dabei ist natürlich zu beachten, dass der Täter Armin Meiwes immer noch am Leben ist.

    Bei der Schilderung realer Personen aus der Vergangenheit, die mittlerweile tot sind, dürften die rechtlichen Probleme geringer sein - wobei es auch hier möglich ist, dass evtl. Erben klagen.
    Siehe Artikel "postmortales Persönlichkeitsrecht":
    http://de.wikipedia.org/wiki/Postmor...lichkeitsrecht
    Interessant da vor allem der Kinski-Fall, wobei es hier allerdings um Details ging, die der Öffentlichkeit vorher nicht bekannt waren.

    Ich denke, man sollte auf jeden Fall ein Auge auf den im Artikel erwähnte folgende Punkte haben:
    - "nahezu detailgetreue Wiedergabe der Lebensgeschichte und des Tatablaufs" (=positiv) statt "nur von der Realität inspiriert" (=negativ) und "Verfremdungen oder Entstellungen" (=negativ)
    - Einzelheiten, die der Öffentlichkeit bereits bekannt sind" (=positiv)

    Mit anderen Worten: Je dokumentarischer und wahrheitsgetreuer, desto besser.
    "Zum Glück hat mich der Sheriff nicht erkannt, weil ich mir eine Schweinemaske aufgesetzt habe!"

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